Ratgeber · Stand 16.8.2026
Handbemalte Holz-Untersetzer pflegen
Ein handbemalter Holz-Untersetzer ist eine Scheibe aus Naturholz, mit Acrylfarbe bemalt und mit einem Schutzlack versiegelt. Diese Versiegelung macht ihn wasserabweisend, aber nicht wasserfest: Kondenswasser eines kalten Glases macht ihm nichts aus, Einweichen oder ein Spülgang ruinieren ihn. Feucht abwischen, sofort trocken reiben, vor direkter Sonne schützen.
Fünf Schritte
- 1
Feucht abwischen
Ein weiches Tuch mit etwas Wasser genügt. Auf Spülmittel verzichten: Tenside greifen die Versiegelung mit der Zeit an, und genau die hält Feuchtigkeit aus dem Holz.
- 2
Sofort trocken reiben
Beide Seiten mit einem trockenen Tuch nachziehen, statt an der Luft trocknen zu lassen. Holz quillt dort, wo Wasser steht — und Quellen unter einer bemalten Fläche lässt die Farbe an den Kanten abheben.
- 3
Nie in die Spülmaschine
Eine Spülmaschine kombiniert langes Einweichen mit über 60 °C. Das ist der schnellste Weg, einen bemalten Holzuntersetzer zu ruinieren: Die Versiegelung weicht auf, das Holz quillt, die Farbe reißt.
- 4
Vor direkter Sonne schützen
Acrylpigmente bleichen unter dauerhafter UV-Strahlung aus. Ein Untersetzer, der einen Sommer auf der Fensterbank liegt, verliert an Kontrast — derselbe Untersetzer auf dem Tisch nicht.
- 5
Flach lagern
Flach stapeln, nichts Schweres darauf, bei normaler Raumfeuchte. Hochkant in einem feuchten Schrank verzieht sich Holz leicht und liegt danach nicht mehr plan auf.
Warum sich Farbe an den Kanten abhebt
Holz arbeitet mit der Luftfeuchte: Es nimmt Wasser auf und dehnt sich, trocknet und zieht sich zusammen. Farbe und Lack bewegen sich kaum mit. Wird ein Untersetzer eingeweicht, quillt das Holz unter einer Schicht, die nicht mitdehnen kann — und die Verbindung gibt an der schwächsten Stelle nach, also immer an einer Kante. Deshalb zählt schnelles Trocknen mehr als vorsichtiges Waschen: Der Schaden entsteht dadurch, wie lange Wasser steht, nicht durch das Tuch.